Netzlast PKW Elektrifizierung

Zusatzlast aus elektrifizierten privaten Pkw-Kilometern.

Bezugsjahr 2023: private Pkw fahren rund 472.200 Mio. km. Davon sind etwa 20.000 Mio. km bereits elektrisch gefahren und damit schon in der historischen Stromlast enthalten; dieser Sockel ist das Slider-Minimum.

Verbrauch: das Modell setzt 20 kWh/100 km Strom ab Netz an, inklusive AC-Ladeverlusten. Der Wert liegt im Flottenmittel-Korridor (18–22 kWh/100 km); Einzelmodelle streuen segment- und wetterabhängig zwischen 14 und 28 kWh/100 km. Eine vollständige Elektrifizierung der 2023er privaten Pkw-Fahrleistung ergibt so rund 90 TWh/a Zusatzlast — sie ersetzt etwa das Dreifache an fossiler Kraftstoff-Endenergie, weil der Antriebsstrang-Wirkungsgrad vom Verbrenner (~25 %) zum BEV (75–85 %) um Faktor 3 steigt.

Lastform: die Stundenlast folgt nicht dem Zeitpunkt der Fahrt, sondern dem Laden. Das hinterlegte 24-h-Heimladeprofil bildet ungesteuertes Laden mit Abendpeak 17–21 Uhr und Nachttal 4–6 Uhr ab; Smart Charging, öffentliches Laden und saisonal höherer Winterverbrauch bleiben außen vor.

Verwendung
Slider: 20.000 bis 708.300 Mio. km. Der Default 472.200 Mio. km steht für die private Pkw-Fahrleistung im Bezugsjahr; das Minimum ist der bereits elektrische Sockel. Das Maximum lässt Kopfraum für Mobilitätswachstum und gewerbliche Pkw (~120.000 Mio. km/a), die im Default nicht enthalten sind.
Verteilung
Profil: 24-h-Heimladeprofil als Wochenmittel. Hauptlast am Abend 17–21 Uhr, Nachttal 4–6 Uhr; keine saisonale Modulation.
Formel
Rechnung: Zusatzlast = max(0, Ziel − 20.000) × 20 / 100.000. Default: (472.200 − 20.000) × 20 / 100.000 = 90,44 TWh/a.

Quellen: Destatis Pkw-Fahrleistung 2023 (472,2 Mrd. km), KBA/BMWK Fahrzeugbestand, KIT-IIP Heinz 2018.