GHD Elektrifizierung

Zusatzlast aus Umstellung der GHD-Heizung und Warmwasser auf Wärmepumpen.

Bezugsjahr 2023: der GHD-Sektor benötigt 153 TWh Raumwärme + 10 TWh Warmwasser = 163 TWh Endenergie (BDEW Statusreport Wärme 09/2025); kompatibel mit AGEB-Anwendungsbilanz GHD (~314 TWh Endenergie, davon ~59,9 % Wärmeanwendungen). Bereits elektrisch gedeckt sind rund 7 TWh aus Direktheizung, kleinen Bestands-WPs und Boilern (Gastronomie, Pflege, Krankenhaus); dieser Strom steckt in der historischen Last und ist das Slider-Minimum.

Faktor: Wärmepumpen heben den Strombedarf über die Jahresarbeitszahl 2,8 — gewichteter Bestandsmix Großgebäude (Fraunhofer-ISE-Feldtest weist 3,1 für Wohngebäude aus; GHD liegt konservativ darunter wegen höherer Vorlauftemperaturen, Multisplit-Anteilen und nicht-modernisierter Hülle). Default-Zusatzlast: (163 − 7) / 2,8 ≈ 55,71 TWh/a.

Lastform: Tagesgewichte folgen realen Gradtagszahlen 2025 (Open-Meteo ERA5, 8-Städte-Mittel, auf DWD-Gebietsmittel kalibriert), identische Klimareihe wie e100-heiz. Innerhalb des Tages moduliert das BDEW-SLP G0 mit Nachtabsenkung 0–5 Uhr (~0,4), Ramp 6–8 Uhr und Plateau 8–18 Uhr (~1,45–1,50). Sommer-Heizspitzen Jun–Aug (~1 TWh Gesamt, einzelne Tage bis ~7 GW) sind Modellartefakt der starren 15 °C-Heizgrenze; Werktag-/Wochenend-Differenzierung fehlt.

Verwendung
Slider: 7 bis 220 TWh Wärme in 1-TWh-Schritten. Default 163 TWh = Raumwärme + Warmwasser GHD 2023 (BDEW). Werte oberhalb decken Upside-Szenarien (Sanierungsstau, Lüftungs- und Prozesswärme-Mitnahme) ab.
Verteilung
Profil: Gradtagszahl-Tageskette aus realen Tagesmitteltemperaturen 2025 × BDEW-SLP-G0-Büroprofil (Nachtabsenkung, Plateau 8–18 Uhr).
Formel
Rechnung: Zusatzstrom = (Ziel − 7) / JAZ. Default: (163 − 7) / 2,8 ≈ 55,71 TWh/a.

Quellen: BDEW Statusreport Wärme 09/2025 (Raumwärme 153 TWh + Warmwasser 10 TWh = 163 TWh GHD 2023), AGEB, UBA, BMWK Energiedaten, BWP, Fraunhofer ISE Annex 28, BDEW SLP G0, DWD.