Flug Elektrifizierung
Zusatzlast aus Umstellung des Flugverkehrs ab DE auf strombasiertes e-Kerosin (PtL-SAF).
Bezugsjahr 2023: ab deutschen Flughäfen werden 9,47 Mio. t Flugturbinenkraftstoff schwer abgesetzt (BAFA Mineralölstatistik, Inland + internationaler Bunker). 2024 sank der Absatz auf 9,02 Mio. t, Vor-Corona 2019 lag bei rund 10 Mio. t. Elektrischer Flugbetrieb ist praktisch nicht vorhanden; der Flughafen-Bodenstrom steckt bereits in der historischen Last und ist nicht Teil des Sliders.
Faktor: mit dem Jet-A-1-Heizwert (LHV 43,1 MJ/kg ≈ 12 MWh/t) ergibt der Kerosinabsatz ~114 TWh thermische Endenergie. Substituiert wird über Power-to-Liquid (Elektrolyse → Fischer-Tropsch oder Methanol-to-Jet mit DAC-CO2) bei System-η 0,38 (Fraunhofer ISE, DECHEMA, ICCT, Öko-Institut RESCUE; Bandbreite 30–50 %). Vollumstellung kostet 114 / 0,38 ≈ 300 TWh/a Strom.
Lastform: PtL-Anlagen laufen als kontinuierliche Industrieprozesse mit Wasserstoff-, Syngas- und Wachs-Puffern; das hinterlegte 24-h-Profil ist daher konstant 1,0 (Summe 24). Direkte Batterie-Kurzstrecke und HEFA-/Bio-SAF-Pfade ohne Strombedarf sind nicht separat abgebildet — das Szenario zeigt die Obergrenze bei 100 % PtL.
- Verwendung
- Slider: 0 bis 380 TWh. Default 300 TWh entspricht dem Kerosinabsatz 2023 (9,47 Mio. t × 12 MWh/t / 0,38). Das Maximum deckt Rückkehr auf das Vor-Corona-Niveau (~10 Mio. t) plus moderates Wachstum bzw. konservativere PtL-Wirkungsgrade (35 %) ab.
- Verteilung
- Profil: konstantes 24-h-Profil (1,0 je Stunde, Summe 24). Elektrolyse, FT-Synthese und DAC laufen mit großen Speichern dauerhaft; ein Tagesgang wäre Spekulation.
- Formel
- Rechnung: Zusatzstrom = Kerosin (Mio. t) × 12 MWh/t / η_PtL. Default: 9,47 × 12 / 0,38 ≈ 299 TWh/a, gerundet 300 TWh.
Quellen: BAFA Mineralölabsatz 2023 (Flugturbinenkraftstoff schwer 9,47 Mio. t), Destatis Energieverwendung / AG Energiebilanzen 2023, BDL Verkehrsdaten, Fraunhofer ISE PtL-Studie, DECHEMA E-Fuels-White-Paper, ICCT, Öko-Institut RESCUE, EU-Kommission ReFuelEU Aviation.