EE 70% + H₂ 30%
Variante von »EE 85% + H₂ 15%« — identische Modelllogik, drei Stellschrauben aggressiver auf Import gedreht: weniger Überbau, mehr H₂-Import, schlankerer heimischer Park.
Variante, kein eigenes Modell. Dieses Preset ist mechanisch identisch zum Eltern-Preset »EE 85% + H₂ 15%« (ee-85-h2-15) — gleiche Auslegungs-Logik, gleiche Mix-Anteile (PV 35 % / Wind on 40 % / Wind off 25 %), gleiches Speicher- und Strom-Import-Sizing, gleicher Emissionsfaktor (25 g/kWh grüner H₂). Geändert sind nur drei Stellschrauben, die das System schlanker und importlastiger machen.
Die drei Unterschiede: (1) Cushion 1,20 statt 1,30 — weniger Überbau, weil der höhere Import den saisonalen Mismatch puffert. (2) H₂-Import-Fraktion 0,30 × Demand statt 0,15 — doppelt so viel grüner H₂-Import (weiterhin gedeckelt auf den Sektor-H₂-Bedarf in LHV). (3) Wind-Offshore-Cap 80 GW statt 70 GW — wirkt bei den simulierten Lastniveaus allerdings nicht (die Auslegung bleibt mit ~66 GW unter 70), ist also nur für noch höhere Last relevant.
Folge im Park (e100, Auslegung der Engine): PV 370 GW, Wind on 185 GW, Wind off 66 GW — gegenüber dem Eltern-Preset (PV 600, Wind on 305, Wind off 70) ein deutlich kleinerer heimischer Park. Speicher entsprechend kleiner: Batterie 100 GW / 550 GWh, H₂ 80/120 GW Leistung, Kaverne 100 TWh LHV. Im Gegenzug steigt der H₂-Import auf ~385 TWh (Eltern: ~258 TWh) und der Strom-Import-Cap auf ~7 GW.
Anwendungsfall: zeigt die Kosten-Logik »mehr importieren, weniger überbauen«. Weniger installierte Leistung und weniger Abregelung senken die Systemkosten je gelieferter MWh — der Preis ist eine substantielle Importabhängigkeit (geopolitisches Klumpenrisiko). Für den autarken Gegenpol siehe ee-100 (»EE 100%«), für den studien-mittigen Pfad das Eltern-Preset ee-85-h2-15 (»EE 85% + H₂ 15%«).
- Verhältnis zum Eltern-Preset
- Variante von »EE 85% + H₂ 15%« (ee-85-h2-15). Identisch: Mix 35/40/25, Speicher-/Strom-Import-Sizing, Roundtrip 0,34 (Elektrolyse 0,62 × Rückverstromung 0,55), Emissionsfaktor 25 g/kWh. Geändert: Cushion, H₂-Import-Fraktion, Offshore-Cap (siehe unten).
- Stellschraube 1 — Cushion
- 1,20 statt 1,30. Weniger Überbau der variablen EE, weil der höhere H₂-Import den saisonalen Winter-Mismatch abdeckt. Geringere installierte Leistung, weniger Abregelung.
- Stellschraube 2 — H₂-Import
- 0,30 × Demand statt 0,15 (weiterhin gedeckelt auf den Sektor-H₂-Bedarf in LHV). Bei e100 ~385 TWh Import (Eltern ~258). Schöpft den Studien-Import-Korridor stärker aus (Agora 270, dena Gesamt 458 TWh).
- Stellschraube 3 — Offshore-Cap
- 80 GW statt 70 GW. Greift bei heutiger Last und e100 nicht (Auslegung ~66 GW < 70). Symbolische Anhebung für höhere Lastannahmen — bei den simulierten Szenarien identisch zum 70-GW-Cap.
- Resultierender Park (e100)
- PV 370 GW, Wind on 185 GW, Wind off 66 GW; Batterie 100 GW / 550 GWh; H₂ 80/120 GW, Kaverne 100 TWh; Strom-Import-Cap ~7 GW, H₂-Import ~385 TWh. Deutlich schlanker als das Eltern-Preset (PV 600 / Wind on 305).
Quellen: Identische Studienbasis wie das Eltern-Preset »EE 85% + H₂ 15%« (ee-85-h2-15): Agora KN2045, BMWK Langfristszenarien 3, dena Aufbruch Klimaneutralität, Ariadne Modellvergleich. Diese Variante schöpft den Studien-Import-Korridor stärker aus (Agora KN2045 ~270 TWh H₂-Import, dena Gesamt 458 TWh).